Förderbescheid für inklusiven Spielplatz übergeben – Eschborn setzt ein starkes Zeichen für mehr Teilhabe

Mit der offiziellen Übergabe des Förderbescheids für den neuen inklusiven Spielplatz in der Hanny-Franke-Anlage wurde ein wichtiger Meilenstein für mehr Barrierefreiheit und Teilhabe in Eschborn erreicht. Hessens Staatssekretärin Manuela Strube überreichte den Förderbescheid im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Bürgermeister Adnan Shaikh die Anwesenden. In seiner Ansprache dankte er insbesondere der Ersten Stadträtin Bärbel Grade, dem Ausländerbeirat, der Stadtverordnetenversammlung sowie dem Kinderbeirat der Stadt Eschborn für ihre Unterstützung und ihr Engagement bei der Umsetzung des Projekts. Auch Vertreter*innen des Arbeitskreises Inklusion sowie Nils Langbecker von der ausführenden Garten- und Landschaftsbaufirma Langbecker nahmen an der Förderbescheidübergabe teil.

Anschließend betonte Erste Stadträtin Bärbel Grade, dass der neue Spielplatz ein wichtiger Beitrag für eine inklusive Stadtgesellschaft sei. Sie bedankte sich ausdrücklich beim Kinderbeirat Eschborn sowie bei Marion Böhm, Leiterin des für Inklusion und Senioren zuständigen Sachgebiets, die das Projekt intensiv begleitet haben.

Der neue Spielplatz soll ein Ort werden, an dem Kinder mit und ohne Behinderung selbstverständlich gemeinsam spielen können. Geplant sind unter anderem ein Rollstuhl-Karussell, eine kombinierte Schaukelanlage mit Vogelnestschaukel, klassischen Schaukeln und einer behindertengerechten Sitzschalenschaukel sowie verschiedene Motorik-Spielgeräte. Ergänzt wird das Angebot durch eine barrierefreie Picknickfläche mit Tisch-Bank-Kombination, drei zusätzliche Sitzbänke und Sonnensegel, die an warmen Tagen für ausreichend Schatten sorgen.

Besonders wichtig war den Planer*innen, dass viele Spielgeräte möglichst selbstständig genutzt werden können. So kann beispielsweise das Rollstuhl-Karussell eigenständig in Bewegung gesetzt werden. Dadurch wird gemeinsames Spielen auf Augenhöhe ermöglicht – unabhängig davon, ob Kinder mit oder ohne Behinderung den Spielplatz besuchen.

Die Bauarbeiten haben bereits Ende Mai begonnen. Die Fertigstellung ist unter anderem noch vom Einbau des Fallschutzes abhängig. Die offizielle Eröffnung des neuen inklusiven Spielplatzes ist nach aktuellem Stand für Anfang August vorgesehen.

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 98.000 Euro. Etwa 70 Prozent der Kosten werden über ein Förderprogramm des Bundes finanziert. Staatssekretärin Manuela Strube betonte, dass das Programm Kommunen dabei unterstützt, niedrigschwellig und unbürokratisch Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit und Teilhabe umzusetzen. Allein im vergangenen Jahr konnten auf diesem Weg 34 hessische Kommunen mit insgesamt rund neun Millionen Euro gefördert werden.

Ab Anfang August sollen hier Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam spielen, sich begegnen und voneinander lernen können. Für die Lebenshilfe Main-Taunus ist der neue inklusive Spielplatz ein wichtiges Signal. Er schafft einen Ort, an dem Teilhabe nicht erklärt werden muss, sondern selbstverständlich gelebt wird – dort, wo Kinder gemeinsam spielen, Freundschaften schließen und Vielfalt von klein auf erleben.